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Besuch Beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf

Besuch beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf

Ein jeder von uns produziert täglich eine Menge Müll. 2016 waren es alleine  ca. 299.000 t Haus- und Sperrmüll, die im Müllkraftwerk in Schwandorf angeliefert und durchgesetzt wurden.

Aber was geschieht mit diesem Müll, nachdem wir ihn in die Restmülltonne geworfen haben? Genau dieser Frage sind zwei Klassen der FOS/BOS Weiden, die 11 Wb1 und die 11 Ta in Begleitung der Lehrkräfte Frau Gebhard und Frau Jüttner-Tschannerl, am 02. Februar 2018 auf den Grund gegangen und haben den Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) besucht.

Begonnen hat der Besuch beim ZMS mit einem kleinen Vortrag eines Mitarbeiters des Unternehmens und einem Film. Es wurde den Schülern ein  Einblick in das Unternehmen selbst, als auch in den eigentlichen Nutzen der Müllverwertung gegeben.

Dabei wurde unter anderem erklärt, dass der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf nicht nur den Restmüll verbrennt, um ihn zu beseitigen, sondern auch Energie durch die Abfallverbrennung gewinnt.

Um sich allerdings ein genaueres Bild machen zu können, folgte im Anschluss ein Rundgang durch das Müllkraftwerk. Angefangen hat dieser an der Entladestation, wo Tag für Tag Tonnen von Müll aus den verschiedensten Teilen Bayerns angeliefert und in den Müllbunker weiter transportiert werden.

Der Müllbunker dient zur Zwischenlagerung des Mülls bis zur eigentlichen Verbrennung. Dort befinden sich zwei große Greifarme, welche ein Fassungsvolumen von je 5 m3 beziehungsweise 2,5 bis 3 Tonnen haben. Die Greifer mischen den Müll, um unter anderem unerwünschte Gegenstände zu erkennen und zu entfernen.

Der gemischte Müll kommt nun in das Kesselhaus, bestehend aus vier Ofenlinien. Hier wird der Restmüll bei einer Höchsttemperatur von 1.000°C verbrannt. Dabei kann allerdings nicht der gesamte Müll vollständig verbrannt werden, d.h. es bleibt die sogenannte „Schlacke“ zurück . Aus dieser Schlacke werden in weiteren Aufbereitungsschritten Eisen und Nichteisenmetalle entfernt und wieder verwertet.

Der Rauch, welcher aus dem 80m hohen Kamin austritt, ist frei von Stickoxiden und Dioxinen, da die schädlichen Stoffe in der Entstickungsanlage zerstört und somit ausschließlich gereinigte Rauchgase abgeleitet werden. Daher besteht hier keine Belastung der Umwelt.

Dennoch muss erwähnt werden, dass die Mengen an Müll, die täglich produziert werden, alles andere als schön sind. Auch wenn dadurch Energie gewonnen werden kann, ist es trotz alledem eine enorme Belastung für uns und vor allem für die Umwelt. Ein Großteil des Abfalls könnte durch Nachhaltigkeit eingedämmt werden.

Das obige Bild zeigt unter anderem die sogenannten „Trash-People“, Metallschrott-Skulpturen, die unter anderem demonstrieren, wie unsere Konsumgesellschaft die Umwelt belastet.

Aus diesem Grund sollte sich ein jeder Gedanken über die Umwelt machen und z. B. Stofftaschen anstatt Plastiktüten verwenden, um wenigstens ein bisschen zu einer sauberen Welt beizutragen.

von Jasmin Gamm, F11 Wb1

Text und Fotos: Jasmin Gamm (F11 Wb1)

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