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Fledermäuse hörbar machen – mit Fingerspitzengefühl

11. Klasse meistert Löt-Herausforderung

In einem anspruchsvollen Projekt fertigten sie eigene Fledermausdetektoren an – Geräte, die das für Menschen lautlose Echolot der nächtlichen Jäger in hörbare Signale umwandeln.

Die Aufgabe war alles andere als einfach. Jede Lötstelle musste sitzen, jedes Bauteil richtig herum eingesetzt werden, jede Verbindung auf der Platine sauber ausgeführt sein. Einmal hatten die Schülerinnen und Schüler das Löten vorher geübt, doch nun wurde es ernst: Lötkolben, Lötzinn, Platine und Bauteile verlangten ruhige Hände, Konzentration und echtes Fingerspitzengefühl. Wer schon einmal versucht hat, winzige elektronische Bauteile exakt zu platzieren und sauber zu verlöten, weiß, wie anspruchsvoll das ist.

Und dann kam der Moment, in dem aus der stillen, konzentrierten Arbeit plötzlich Stolz wurde. Aus einem Bausatz, der zunächst eher unscheinbar wirkte, war ein funktionierender Detektor geworden. Ein Gerät, das nicht nur blinkt oder piept, sondern tatsächlich eine verborgene Welt hörbar machen kann: die Echoortung der Fledermäuse.

Möglich gemacht wurde die Aktion durch das große Engagement ehrenamtlicher Amateurfunker (VFDB e.V. Ortsverband Weiden), die mit Heribert Spießl, Herbert Wawarta und Dominik Riederer gleich zu Dritt vor Ort waren, um zusammen mit Christian Kleber den Schülerinnen und Schülern mit Tipps und einer helfenden Hand zur Seite zu stehen. Die Ehrenamtler hatten die Bausätze mit viel Sorgfalt vorbereitet, verbessert und ergänzt. Aus einem etwas einfachen, fast labbrig wirkenden Bausatz machten sie ein stabiles Gerät mit festem Gehäuse, sorgfältig ausgewählten Zusatzteilen und durchdachter Ausstattung.

Am Ende blieb mehr als nur ein fertiges Technikprojekt. Es blieb die Freude darüber, mit den eigenen Händen etwas gebaut zu haben, das wirklich funktioniert.

Nun besteht sogar die Möglichkeit, die Detektoren bei einem gemeinsamen Abendspaziergang einzusetzen und Fledermäuse nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören.

Die Aufgabe hatte es in sich: Zwar wurde das Löten im Vorfeld einmal geübt, doch der Zusammenbau der Detektoren erforderte echtes Fingerspitzengefühl und höchste Konzentration. Es galt, zahlreiche Kleinstteile präzise auf die Platinen zu bringen. Dass am Ende alle zehn Geräte auf Anhieb funktionierten, erfüllte die Nachwuchstechniker mit sichtbarem Stolz. Es ist eben ein besonderes Gefühl, aus einem Haufen Einzelteile ein komplexes, funktionierendes Messgerät zu erschaffen.

Text und Bilder: Verena Bauer

 
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